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Persönliches Info-Gespräch

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Giacomo D‘Errico


Alumni des Monats März 2025
Founder und Unternehmensarchitekt von rezn und Onvolta
Giacomo D‘Errico

Mein Weg begann in der Energiebranche, wo ich vom Lehrling bis zum Geschäftsleiter in  derselben Unternehmung aufwuchs, mit einem Schwerpunkt auf Regulierung und Asset Management. Nach einer Solo-Weltreise entschied ich mich, einen neuen Weg einzuschlagen und gründete rezn, um mich voll und ganz der Kultur- und Führungsentwicklung zu widmen.

Mit der Zeit entwickelte ich mich weiter zum Unternehmer und gründete meine zweite Firma, Onvolta. Heute verbinde ich Strategie mit Menschlichkeit, begleite Organisationen in ihre nächste Entwicklungsstufe und gestalte Leadership mit Sinn und Substanz. Mein Antrieb: Veränderung nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu formen – mit Klarheit, Tiefgang und einem echten Blick für Menschen.

Frage 1: Lieber Giacomo, danke für deine Zeit! Deine Arbeit dreht sich um achtsame Führung und nachhaltige Transformation. Was hat dich dazu gebracht, Unternehmen und Führungskräfte auf diesem Weg zu begleiten?

An einem Freitagnachmittag wurde ich spontan zum Teamleiter befördert. Auf dem Heimweg überkam mich die Angst: Ich wusste nicht, was es bedeutet, zu führen. Ich lief in eine Buchhandlung und kaufte das erste Buch über Führung was ich finden konnte – Wie man Freunde gewinnt von Dale Carnegie.

Daraus lernte ich eine zentrale Wahrheit: Führung beginnt mit Selbstführung. So wie ich denke und mich selbst reflektiere, beeinflusst, wie ich mit anderen umgehe. Später erkannte ich, dass die besten Leader und meine Mentoren eine klare Haltung, echte Leidenschaft und eine inspirierende Ausstrahlung haben. Sie schaffen eine Kultur, die grosse Veränderungen möglich macht.

Frage 2: Achtsames Unternehmertum bedeutet, bewusst zu handeln. Welche Impulse braucht es, damit Unternehmen nicht nur profitabel, sondern auch sinnstiftend wirtschaften?

Der vielleicht wichtigste Impuls für ein sinnstiftendes Unternehmen ist seine Legitimation: Warum gibt es dieses Unternehmen? Ein klarer, einfach erklärbarer Zweck dient als Kompass für Entscheidungen und Handlungen.
Daraus folgt der zweite entscheidende Faktor: Einfachheit. Wenn ein Unternehmen seinen Zweck bewusst reflektiert und mit seinen Werten in Einklang bringt, entsteht eine authentische Vision und gelebte Unternehmenskultur. Dadurch wird Sinnhaftigkeit greifbar – ein natürlicher Bestandteil des täglichen Handelns.

Wenn dieser Sinn konsequent vermittelt wird, durchdringt er alle Ebenen: Entscheidungen werden mit Achtsamkeit für Werte und Wirkung getroffen – vom Verwaltungsrat bis zum Lehrling, von Partner bis zu Kunden. Diese Klarheit schafft Orientierung, Vertrauen und langfristige Wirkung.

Frage 3: Du arbeitest mit vielen High-Performance-Teams. Welche Eigenschaften machen aus einer guten Führungskraft eine grossartige?

Jemand hat mal gesagt: „Charakter ist, was man tut, wenn niemand hinsieht.“

Grossartige Führungskräfte haben ihr Ego abgelegt und leben eine hohe Dienstleistungskompetenz. Sie schaffen für Menschen – ob Kunden oder Mitarbeitende – eine Heimat. Ihr Denken, Handeln und Fühlen sind im Einklang, sie tragen keine Maske.

Sie führen durch Vorbild: Was sie von anderen erwarten, leben sie selbst vor. Sie delegieren nicht einfach, sondern gehen die erste Meile mit und stehen als Coach zur Seite. Sie erkennen Potenziale und geben ehrliches Feedback, um Wachstum zu ermöglichen.

Die besten Führungskräfte sind oft ruhig. Sie reden wenig, aber wenn sie sprechen, sind ihre Worte inspirierend und präzise. Sie bereiten sich im Stillen vor, bilden sich weiter, pflegen wertvolle Beziehungen und schaffen ein gesundes Umfeld. Sie kennen ihre Mitarbeitenden – nicht nur mit Namen, sondern auch ihre Geschichten.

Vor allem aber sind sie dankbar. Sie sagen oft zwei einfache, aber mächtige Worte: Bitte und Danke.

Frage 4: Veränderung beginnt oft mit Selbstreflexion. Welche Erfahrungen – sei es in deiner Weltreise oder als Unternehmensarchitekt – haben deine Sicht auf Leadership am meisten geprägt?

Meine Weltreise während der Corona-Pandemie war der Beginn meiner eigenen Transformation. Sie hat mir gezeigt, dass echtes Leadership nicht dann sichtbar wird, wenn alles gut läuft, sondern in den Stürmen des Lebens.

Ich musste alte Muster und sogar Menschen loslassen. Dabei habe ich gelernt, dass meine Realität nicht von äusseren Umständen abhängt, sondern von meiner Denkweise. Die wahre Herausforderung liegt darin, auch in unsicheren Zeiten Leidenschaft und Energie hochzuhalten, mit Niederlagen umzugehen und weiterzumachen, ohne zu wissen, was morgen kommt.

Diese Erfahrung hat mich Demut gelehrt – und gleichzeitig meinen Glauben an das Gute gestärkt. Leadership ist kein Wie und kein Was – es ist ein Wer. Wer will ich sein? Diese Frage ehrlich zu beantworten, ist der Kern jeder echten Führungspersönlichkeit.

Frage 5: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten mit Veränderungen. Welche Hürden beobachtest du am häufigsten, und welche Tools aus deinem Studiengang helfen dir, diese erfolgreich zu meistern?

Die grössten Hürden bei Veränderungen sind zwei Ängste:

  • Die Angst, entlarvt zu werden – Veränderung kann Fehler oder fehlende Kompetenzen sichtbar machen. Viele haben sich nie eine Lebensweise geschaffen, die es ihnen erlaubt, flexibel Neues zu lernen, sich weiterzuentwickeln oder bewusst loszulassen.
  • Die Angst vor dem Unbekannten – Menschen fürchten den Verlust von Bestehendem oft stärker, als sie den Gewinn von Neuem schätzen.

Im Studium habe ich Werkzeuge kennengelernt, die genau hier ansetzen: Sie helfen, Charakterstärke aufzubauen, eine klare Vision zu entwickeln und Veränderungsprozesse strategisch zu gestalten. Vor allem aber geht es darum, Menschen zu mobilisieren – sie nicht nur zu überzeugen, sondern sie emotional mitzunehmen. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Selbstreflexion. Denn wer sich selbst versteht, kann andere besser durch Veränderungen führen.

Frage 6: Das Programm bringt Führungskräfte aus verschiedenen Branchen zusammen, um voneinander zu lernen. Wie wichtig ist dieser interdisziplinäre Austausch für echte Innovation und nachhaltigen Wandel?

Der interdisziplinäre Austausch ist einer der wertvollsten Aspekte eines Lehrgangs. Unterschiedliche Erfahrungen, gemeinsames Arbeiten an Projekten und iterative Prozesse schärfen das Verständnis für verschiedene Perspektiven – und lehren den Umgang mit Unterschiedlichkeiten.

Doch das Entscheidende passiert oft nebenbei: In offenen Gesprächen über echte Alltagsthemen entstehen Aha-Momente, neue Denkweisen – und oft auch Freundschaften. Genau diese Verbindungen sind es, die nachhaltigen Wandel und echte Innovation ermöglichen.

Frage 7: Du beschäftigst dich intensiv mit Change & Transformation. Wie wichtig ist es für Unternehmen, eine strukturierte Herangehensweise an Veränderungsprozesse zu haben – und welchen Mehrwert konnte der Studiengang dabei bieten?

Es kommt nie genau wie geplant. Doch eine klare Struktur und Übersicht schaffen von Anfang an Ruhe und Zuversicht. Veränderung wird dann nicht zum Kampf, sondern zur Erkundung.

Der Studiengang bietet hier zwei starke Ansätze: Erstens, Veränderung durch eine bewusste Stärkung der Unternehmenskultur und des Beziehungsmanagements. Zweitens, durch ein durchdachtes Prozessmanagement. Die Tools aus den Modulen Change und Prozessmanagement sind dabei besonders wertvoll – sie helfen, Wandel gezielt zu gestalten, statt nur darauf zu reagieren.

Frage 8: Der Studiengang verknüpft Change Management, Innovation und Leadership Development. Was würdest du jemandem sagen, der sich überlegt, an einem solchen Programm teilzunehmen?

Ich habe den Studiengang bereits mehrfach empfohlen – und dabei sage ich oft dasselbe:

Es geht nicht nur um Werkzeuge oder Methoden. Es geht um dich. Du gewinnst ein tieferes Verständnis für dich selbst – und dadurch siehst du dein Umfeld, dein Unternehmen und die Welt mit neuen Augen.

Der Studiengang stärkt den Charakter, gibt Energie und liefert praxisnahe, inspirierende Impulse. Wer bereit ist, sich weiterzuentwickeln, findet hier nicht nur Wissen, sondern Weisheit.

Frage 9: Wenn du eine Botschaft an die nächste Generation von Führungskräften senden könntest – welche wäre das?

Friedrich Nietzsche sagte einmal: „Es gibt zwei verschiedene Arten von Menschen auf der Welt: diejenigen, die es wissen wollen, und diejenigen, die es glauben wollen.“

Meine Botschaft an die nächste Generation von Führungskräften ist klar: Führt mit Herz. Und das ist keine blumige Floskel, sondern eine klare Haltung. Die Haltung in andere interessiert zu sein, als selbst interessant zu wirken.

Gib dir selbst einen tiefen Grund, Menschen zu führen – nicht um «Chef» zu sein, sondern um sie zu entwickeln, um ihnen zu dienen. Sei ein Leader, der die Welt ein Stück besser machen will. Denn welche Art von Führungskraft wären wir, wenn wir nicht versuchen würden, das, was wir bekommen haben, zu verbessern?

Frage 10: Wir würden uns freuen, dich bei einem unserer zukünftigen Kurzformate begrüssen zu dürfen. Welche persönlichen Meilensteine hast du dir für dieses Jahr gesetzt?

Gerne bin ich bei euren Kurzformaten dabei – danke für eure Kreativität und die starke Organisation dieser Veranstaltungen!

Dieses Jahr markiert für mich einige bedeutende Meilensteine: Ich werde mein VR CAS an der HSG abschliessen und mich intensiver meiner Rolle im Verwaltungsrat widmen. Gleichzeitig möchte ich rezn und onvolta in den nächsten Reifegrad führen und aktiv mitgestalten.

Auf persönlicher Ebene verfolge ich eine langfristige Vision: Einmal in allen grossen Lehren dieser Welt tätig zu sein oder zu studieren. Aktuell faszinieren mich besonders die tiefen Lehren der Kunst und Geschichte – ein Bereich, in den ich dieses Jahr weiter eintauchen werde.

Vielen Dank für deine Antworten, lieber Giacomo!

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